Amphibische Tausendsassa

Wenn Biber schwimmen, sind sie ganz Ohr: Zwar ragt nur ganz wenig vom Kopf über die Wasseroberfläche, aber alle wichtigen Sinnesorgane wie Nase, Augen und Ohren befinden sich auf einer Linie über dem Wasserspiegel. Dadurch kann er frühzeitig Gefahren wahrnehmen, ohne selbst entdeckt zu werden. Von weitem gleicht er einem Stück Treibholz, wenn der Biber durch das Wasser gleitet.

Im und unter Wasser ist der Biber in seinem Element. Mit seiner Spindelform schwimmt er fast wie ein Fisch und kann bis zu fünfzehn Minuten unter Wasser bleiben. Dank seinem dichten Fell bleibt die Haut des Bibers auch beim Schwimmen und Tauchen trocken und für den Tauchgang kann er Nase und Ohren verschliessen. Dies verhindert das Eindringen von Wasser beim längeren Tauchen, dennoch kann der Biber unter Wasser gut hören. Empfindliche Tasthaare helfen bei der Orientierung, indem sie feinste Strömungen und Druckunterschiede wahrnehmen können, das Sehvermögen ist hingegen relativ schwach ausgeprägt. Die Augen sind vor allem ein Nahsinn.

Schwimmender Biber in Sirnach