Grösster Bibersee - unter Schutz!

In Marthalen ist ein Stück Naturschutzgeschichte geglückt. Gemeinde, Kanton und Pro Natura haben einen Waldreservats-und einen Dienstbarkeits-Vertrag unterzeichnet, der den Bibersee bei Marthalen – schweizweit erstmalig – unter Schutz stellt. Die Gemeinden im Zürcher Weinland haben Vorbildfunktion für andere Bibergemeinden

Nachdem es 2013 und 2014 vor allem darum ging, die Öffentlichkeit zu informieren, haben wir uns im vergangenen Jahr folgenden Themen gewidmet:

 

Bestandeserhebung

Bestandesaufnahme: Wir haben 2015 Amphibien, Libellen und Pflanzen erhoben oder erheben lassen. Diese Bestandesaufnahmen werden in regelmässigen Zeitabständen wiederholt werden.

Die Daten von 2015 sind noch nicht fertig aufbereitet, aber mit gegen 60 Pflanzenarten im Übergangsbereich Land-Wasser, 7 Amphibienarten und über 20 Libellenarten konnten wir bereits eine schöne Vielfalt im Gebiet nachweisen.

 

Hufeisen Azurjungfer (Coenagrion puella) Bild: Yvonne Flury
Einsatz gg. Neophyten

Invasive Neophyten: Vor allem das drüsige Springkraut hat sich die letzten Jahre im Nordteil des Bibersees sehr stark ausgebreitet. An sieben Daten zwischen Juni und September 2015 wurden von Hallo Biber!, Schülern und Zivildienstleistenden 161 Arbeitsstunden in die Bekämpfung von Impatiens glandulifera investiert. So konnten rund ein Drittel des Bestandes entfernt werden.

Die Arbeiten gestalteten sich zum Teil recht 'anspruchsvoll', da über weite Flächen Springkraut und Brenesseln dicht ineinander verwachsen waren und die Temperaturen kein langärmeliges Tenue erlaubten!

 

 

Vor (Bild oben) und nach (Bild unten) dem Ausreissen von Impatiens glandulifera.