Die Aktion «Hallo Biber! Ostschweiz» und der Biber erobern die Ostschweiz

Nachdem vor rund 50 Jahren zum Beispiel im Thurgau einige wenige Biber gezielt ausgesetzt wurden, entwickelte sich der Bestand vorerst nur sehr langsam. Seit der Jahrtausendwende ist die Population jedoch spürbar angewachsen. Und inzwischen lebt im Kanton mit rund 600 Tieren, sogar eine der schweizweit zahlenstärksten Biber-Populationen. Neben dem Biber war auch die Aktion «Hallo Biber! Ostschweiz» 2008 bis 2017 im Bereich Gewässer aktiv. Die Fachleute der Aktion wurden  wichtige Ansprechpartner für die  Themen Gewässer und Biber. Durch diese Kontakte entstanden auch rund ein Dutzend Aufwertungsprojekte, wie zum Beispiel die Bibertreppe in Bischofszell, die Bachöffnungen in Weinfelden, Kreuzlingen und Wuppenau oder die Aufwertung des Schutzgebietes Chollerwis.


Grösster Bibersee – unter Schutz!
In Marthalen ist ein Stück Naturschutzgeschichte geglückt. Gemeinde, Kanton und Pro Natura haben einen Waldreservats- und einen Dienstbarkeits-Vertrag unterzeichnet, der den Bibersee bei Marthalen – schweizweit erstmalig – unter Schutz stellt. Die Gemeinden im Zürcher Weinland haben Vorbildfunktion für andere Bibergemeinden. 2015 fand eine Bestandeserhebung statt. Insgesamt wurden rund 60 Pflanzenarten im Übergangsbereich Land-Wasser gefunden, sowie 7 Amphibien- und über 20 Libellenarten.


Sensibilisierung der Bevölkerung
Jedes Jahr nahmen rund 500 Erwachsene und Kinder auf zwei Dutzend Exkursionen zum Thema Biber in der Ostschweiz und seinem Lebensraum  teil. Dabei konnten die Teilnehmenden auch Biberspuren entdecken.
Der von «Hallo Biber! Ostschweiz » zusammen mit dem Naturmuseum Thurgau entwickelte Biberkoffer stiess auf grosses Interesse und wurde regelmässig ausgeliehen.  


10 Jahre «Hallo Biber! Ostschweiz» 2008-2017
Ende 2017 schliesst die 10-Jahresaktion «Hallo Biber! Ostschweiz». Doch der Einsatz für die Bäche und für den Biber geht im Rahmen der «Aktion Biber & Co.» weiter. Die Tätigkeiten der neuen Aktion dehnen sich auf weitere Gewässer wie Quellen, Teiche und Tümpel aus.