«Hallo Biber! Zentralschweiz» 2014-2017

In Zusammenarbeit mit Pro Natura Zug, den kantonalen und kommunalen Vertretern aus den Kantonen Luzern und Zug sowie Interessierten und Betroffenen hat sich die Aktion «Hallo Biber! Zentralschweiz» für mehr natürliche Gewässer mit einer grossen Artenvielfalt eingesetzt.


Die Hauptziele von «Hallo Biber! Zentralschweiz» waren:

  • Neue Lebensräume für den sympathischen Auenbewohner schaffen und aufwerten.
  • Die Bevölkerung  informieren und den Biber als Schlüsselart lebendiger Gewässer bekannt  machen.
  • Eine Anlaufstelle  sein für Fragen rund um den Biber.

Neue Laichgewässer in Pfaffnau
Im Hochwasserrückhaltebecken von Pfaffnau wurde das erste Projekt für eine artenreiche Natur umgesetzt. Durch die Stauaktivitäten der Biber vernässte das angrenzende extensiv genutzte Land. Hier konnten drei neue Flutmulden erstellt werden, die der bedrohten Kreuzkröte als Laichgewässer dienen.
Neben anderen kleineren Projekten, hat «Hallo Biber! Zentralschweiz» auch Unterstützung bei mehreren kantonalen oder kommunalen Aufwertungsprojekten geleistet.


Es bibert in der Zentralschweiz
Der Biber breitet sich im Kanton Luzern stetig weiter aus. Im 2008 gab es ein Biberpaarrevier, im 2013 wohnten 8 bis 12 Tiere entlang der Luzerner Gewässer. Anhand der Spurenmeldungen aus der Bevölkerung im Sommer 2017, gehen wir aktuell von einem Biberbestand von etwa 50 Individuen aus. Die letzte systematische Biberbestandserhebung im Kanton Luzern fand 2008 im Rahmen des nationalen Bibermonitorings, statt. Somit war es Zeit, die aktuelle Verbreitung der Biber durch eine flächendeckende Spurensuche erneut zu erheben. Hallo Biber Zentralschweiz hat deshalb, zusammen mit der kantonalen Dienststelle für Landwirtschaft und Wald (lawa), im Winter 2017/2018 ein kantonales Bibermonitoring durchgeführt.


Gefällte Bäume (Foto: Marleen Schäfer)